Release Notes ReqSuite® RM 3.4

In ReqSuite® RM 3.4. wurde über 150 Verbesserungen und Neuerungen integriert. Die wichtigsten neuen Features sind nachstehend aufgeführt.

Visuelle Neugestaltung

Die offensichtlichste Neuerung ist die Neugestaltung der Startseite sowie die des Arbeitsbereichs innerhalb von Projekten. Im letztgenannten ist es nun beispielsweise möglich, die Kategorienleiste auf der linken Seite einzuklappen, um mehr Platz für die Elementtabellen zu haben. Außerdem wurde der Process Guide komplett neugestaltet und integriert sich nun besser mit den verschiedenen Bearbeitungsfenstern.

Bessere Bearbeitungsmöglichkeiten

In ReqSuite® RM 3.4 kann man innerhalb der Elementtabellen nun Anforderungen / Elemente direkt editieren, ohne jedes Mal das Bearbeitungsfenster öffnen zu müssen. So lassen sich leichter kleine Änderungen an Anforderungen vornehmen. Außerdem ist es nun möglich, sich die Anhänge zu einer Anforderung / einem Element direkt in der Tabelle anzusehen.

Weiterhin wurde in den Elementtabellen die Möglichkeit für eine Block-Auswahl (mittels Strg + Klick, etc.) geschaffen und sichergestellt, dass vorgenommene Tabelleneinstellungen (Spaltenbreite, Sortierung, etc.) des Nutzers automatisch gespeichert werden.

Außerdem besteht ab nun die Möglichkeit im Bearbeitungsfenster zwischen verschiedenen Anforderungen / Elementen umzuschalten, ohne jedes Mal dieses Fenster schließen und wieder öffnen zu müssen.

Schließlich erlaubt es ReqSuite® 3.4, sofern gewünscht, Begründungen beim Löschen von Anforderungen / Elementen zu dokumentieren.

Verbesserte Änderungsanalyse

In der Konfiguration kann in ReqSuite® 3.4 nun eingestellt werden, welche Änderungsauswirkungen zwischen verschiedenen Elementen potenziell bestehen können. Wird folglich in einem Projekt eine Änderung an einem entsprechenden Element vorgenommen, werden automatisch die betroffenen Elemente markiert und die dafür verantwortlichen Personen informiert.

Neue Massenbearbeitungsfunktionen

Neben einer Massenbearbeitung der Attributfelder und Beziehungen, was ReqSuite® RM bereits seit vielen Versionen unterstützt, ist es ab Version 3.4 nun auch möglich, mehrere Anforderungen / Elemente gleichzeitig zu kopieren oder in andere Projekte zu exportieren.

Konfigurationsunterstützung

Um die erfolgskritische Konfiguration von ReqSuite® zu erleichtern, wurden verschiedene Unterstützungsmaßnahmen integriert. Dies beinhaltet beispielsweise eine Prüfung auf zirkuläre Beziehungen oder Warnhinweise bei kritischen Löschvorgängen. Außerdem wird das vom Nutzer eingestellte Layout in der Modell-Vorschau nun automatisch gespeichert und wird daneben als Bild den Endnutzern innerhalb eines zugehörigen Projektes zur Verfügung gestellt.

Farben und Symbole

Um relevante Informationen schneller auffinden zu können, wurden in ReqSuite® RM 3.4 neue Visualisierungsmöglichkeiten geschaffen. Einerseits können sowohl Farben für Kategorien als auch für Aufzählungswerte innerhalb der Konfiguration definiert werden, die dann in zugehörigen Projekten zur Anwendung kommen. Außerdem werden die Nutzer mittels Symbole auf Anforderungen / Elemente hingewiesen, zu denen es offene Kommentare, überschrittene Zieltermine oder Änderungseinflüsse gibt.

Auswahl bei Wiederverwendung

Bei der Wiederverwendung von Anforderungen / Elementen aus anderen Projekten wurde in ReqSuite® RM 3.4 das „alles oder nichts“-Prinzip aufgeweicht. Nutzer können nun auswählen, welche an einem wiederzuverwendenden Element dranhängenden Elemente ebenfalls wiederverwendet werden sollen (und welche nicht).

ReqSuite-2-ReqSuite Schnittstelle

Ab sofort bietet ReqSuite® neben Schnittstellen zu JIRA, TFS/Azure DevOps und GitLab auch eine Schnittstelle zu anderen ReqSuite-Instanzen an. So können verschiedene Organisationen, die ReqSuite® RM im Einsatz haben, untereinander Anforderungen / Elemente austauschen. Intern werden wir dieses Feature nutzen, um es unseren Kunden zu ermöglichen, direkt Änderungswünsche an ReqSuite® in ihrer ReqSuite®-Instanz zu dokumentieren und mit unserem Entwicklungs-Backlog automatisch auszutauschen.

Automatische Zustandsübergänge

In ReqSuite® RM 3.4 lassen sich nun automatische Zustandsübergänge definieren. Konkret lässt sich einstellen, dass eine Anforderung / ein Element automatisch auf einen gewissen Zustand gesetzt wird, wenn alle davon abgeleiteten Anforderungen / Elemente bereits in diesen Zustand gesetzt wurden.

Erweiterungen im Word- und Excel-Export

Der einfache Excel-Export beinhaltet ab ReqSuite® RM 3.4 standardmäßig nun auch alle zu einer Anforderung / einem Element zugehörigen Kommentare und Anlagen. Außerdem wird neben dem Namen eines Elementes auch der Ordner-Pfad des Elements ausgegeben.

Für Tabellen im Word-Export (<KATEGORIE>:TABLE WITH…) wurden außerdem neue Marker definiert:

  • VERSION: Gibt die aktuelle Versionsnummer einer Anforderung / eines Elements aus
  • RELATED_COMMENTS: Gibt die Kommentare zu einer Anforderung / einem Element aus
  • RELATED_ATTACHMENTS: Gibt die Anhänge zu einer Anforderung / einem Element aus
  • INSTANCEMODELS: Gibt das Bild zu einer Anforderung / einem Element aus
  • LAST_CHANGE: Gibt das Datum der letzten Änderung an einer Anforderung / einem Element aus
  • DEADLINE: Gibt den Zieltermin einer Anforderung / eines Elements aus
  • CREATION_DATE: Gibt das Erstellungsdatum einer Anforderung / eines Elements aus

Weiterhin kann bei der Ausgabe von Beziehungen in Tabellen nun eingestellt werden, ob alle (ALL) transitiv dranhängenden Elemente einer anderen Kategorie oder nur die direkt in Beziehung stehenden Elemente (DIRECT) dieser Kategorie ausgegeben werden sollen.

Ferner wurde auch die Möglichkeit geschaffen die Formulare von Elementen beim Word-Export um zusätzliche Zeilen für Status und Version erweitern zu lassen. Anstelle von <KATEGORIE>:INSTANCE wählt man dafür <KATEGORIE>:INSTANCE+.

Schließlich besteht in Word nun die Möglichkeit, Filter auch bei der Ausgabe von Anlagen und Kommentaren mittels ATTACHMENTS bzw. ALL COMMENTS anzuwenden, wobei der Filter sich jeweils auf die Anforderung bzw. das Element bezieht, zu dem die Anlage oder der Kommentar gehört.

Erweiterung der JIRA / TFS / GitLab-Schnittstellen

Die Schnittstellen zu JIRA, TFS und GitLab unterstützten nun auch DueDate und Labels.

Asynchrones Baselining

In großen Projekten kann das Baselining sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund wurde das Baselining für große Projekte jetzt als asynchrone Funktion implementiert. Das bedeutet, dass die Benutzer nicht mehr warten müssen, sondern benachrichtigt werden, sobald die Baseline erstellt ist.

Sebastian Adam
Sebastian Adam
https://www.osseno.com

Dr. Sebastian Adam ist Geschäftsführer der OSSENO Software GmbH und operativ für die Bereiche Produktinnovation und Marketing verantwortlich. Vor seiner Zeit bei OSSENO arbeitete er 10 Jahre lang als Berater, Wissenschaftler und Teamleiter für Requirements Engineering am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE). Dr. Adam hat bereits mehrere Dutzend Unternehmen begleitet und verfügt über branchenübergreifende Best Practices bezüglich der Einführung und Durchführung von Requirements Engineering.